Infos über Paraguay
Familie und Gesellschaft
Arm, ein Kind, eine Frau, indigen oder alt zu sein heißt in Paraguay fast automatisch, zu einer benachteiligten Bevölkerungsgruppe zu gehören.
Eine paraguayische Familie, oft auch alleinstehende Mutter, hat meistens 3-4 Kinder, jedoch sind auch höhere Kinderzahlen nicht selten. In der Armensiedlung unserer Gegend gibt es einige Mütter, die zwischen 8 und 12 Kinder geboren haben. Meistens werden sie sehr jung das erste Mal schwanger, manches Mal sogar noch vor dem 15.Geburtstag. Wir hatten in den vergangenen Jahren sogar ein paar Fälle mit 11-13-jährigen schwangeren Mädchen. Ab dem 15.Geburtstag sind die Mädchen sozusagen im heiratsfähigen Alter, daher wird dieser Geburtstag auch, je nach Geldbeutel, groß und mit vielen Gästen gefeiert. Zumindest Mädchen aus einfachen Familien und ohne entsprechende Bildung/Aufklärung werden bald nach diesem Datum schwanger. "Vergeben" an ihren "novio" (übersetzt: Verlobter) sind sie auch schon in sehr jungen Jahren und haben durch den weit verbreiteten "machismo" wenig Entfaltungsmöglichkeiten. Da auch Eifersucht für den Paraguayer zu einer Beziehung gehört und die "heißblütigen Latinos" sehr besitzergreifend sind, werden andere Freundschaften meist automatisch vernachlässigt. Ein Abhängigkeitsverhältnis entsteht so schon vor der Ehe.
Durch den grossen katholischen Einfluß sollte das paraguayische Mädchen zwar möglichst unberührt in die Ehe gehen. Daher ist es in "besseren" Familien oft so, dass ein anderes Familienmitglied immer dabei ist, damit das junge Paar nicht alleine ist. In Privatschulen ist Aufklärung seit einigen Jahren ein Thema. Sogar relativ ausführlich. Es stehen auch Bücher zur Verfügung. Leider sind jedoch die LehrerInnen selten in der Lage, das Material zu verwenden und den Inhalt richtig zu erklären. Nicht nur aus Scham, sondern auch aus Unwissen und mangelnder pädagogischer Ausbildung. Von zuhause werden die Kinder selten aufgeklärt. Über Sexualität spricht man nicht. Auch über natürliche körperliche Vorgänge wird ungern gesprochen, z.B. über Vorgänge im Körper während der Pubertät, in der Schwangerschaft, usw. Wenn eine Frau ihre Monatsblutung hat, sagt sie, sie sei "krank". Letztere tritt bei den paraguayischen Mädchen nicht selten bereits mit 10-12 Jahren ein. Vermutlich durch einen Teil der Indianergenetik reifen die Frauen schneller und werden aber auch schnell älter. Erschwerend hinzu kommt noch die oft falsche Ernährung und die hohe Kinderzahl.
Für die Frauen ist die Ehe oder ein Lebenspartner oft eine rein existenzielle Sache. Sie sind dann scheinbar versorgt, was aber oft ein Trugschluss ist, denn der paraguayische Mann ruht sich gerne darauf aus, wenn er eine fleißige Frau hat. Meistens hat er sowieso nur Arbeit als Tagelöhner und die Frau muss jeden Tag aufs Neue schauen, wie sie ihre Kinder satt kriegt und die Berge von Wäsche waschen kann. Das Selbstbewusstsein der paraguayischen Frau fällt und steigt oft mit der Kinderzahl. Sonst haben sie ja scheinbar nicht viel vorzuweisen. Eine der ersten Fragen beim Kennenlernen ist, wie viele Kinder jemand hat.
Wenn die Mutter dann ihre Kinder hat, wendet sich der Paraguayer gern anderen Frauen zu. Manchmal jüngeren, hübscheren – aber auch öfters anderen, verheirateten Frauen, sogar die Frau des besten Freundes bleibt nicht von Angeboten verschont. Es ist ein beliebtes Spiel unter den Männern jeder Altersklasse. Man(n) hat eine Ehefrau, in besseren Kreisen zum repräsentieren, im ärmeren Ambiente der Bequemlichkeit willen – und vergnügt sich mit der Geliebten, sogar ganz offiziell. Je jünger und hübscher, am besten noch blond und hellhäutig mit blauen Augen, desto wertvoller die Trophäe. Motels für ein paar nette Stunden gibt es wie Sand am Meer, und wer wirklich Geld hat, richtet seiner Geliebten ein Penthouse ein und stattet sie mit einem netten kleinen Auto aus.
Oft wird auch die Karriere der Geliebten finanziert und so gibt es einige Frauen, die es schafften, sich eine eigene Praxis, einen Schönheitssalon oder ein sonstiges eigenes Geschäft einzurichten. Wenn eine Frau Angestellte ist, hat sie oft mehrere Nachteile: sie verdient weniger bzw. kommt an Gehaltserhöhung nur über das Bett (oder notfalls die Schreibtischkante) des Chefs. Wer nicht willig ist, muss gehen. Vielleicht ist dies auch ein Grund, dass sehr viele Lehrer weiblich sind!? So sind wenigstens hier die jungen Menschen etwas geschützter. Wobei leider auch in den Schulen oft vermittelt wird, was in Paraguay ganz normal ist: Man "kauft" sich gute Noten oder einen Studienplatz.
Auch die Prostitution in verschiedenster Form ist in Paraguay weit verbreitet. Die herkömmliche, d.h. Frau verkauft ihren Körper gegen Geld. Aber auch innerhalb der Ehe oder anderen Abhängigkeitsverhältnissen, am Arbeitsplatz, in der Schule, innerhalb Verwandten oder auch, um Rechnungen jedweder Art zu begleichen oder das Abendessen für die Kinder nach Hause zu bringen. Wenn bei den Firmen Zahltag ist, stehen am Ausgang bereits im Laufe des Tages Frauen (Ehefrauen, Mütter, Geliebte, Prostituierte), die versuchen, auch ein Stück vom Kuchen abzubekommen, welches ihnen schon lange versprochen wurde.
Fatal ist, dass die Verhütung meist ignoriert wird. Erstens, weil es der Papst und die katholische Kirche verbietet. Zweitens aus Unkenntnis, Unsicherheit, Ignoranz und/oder Scham. Und drittens, weil der paraguayische Mann gar kein Interesse daran und jede Menge Ausflüchte hat (Kondom stört, dadurch wird seine Lust vermindert; Pille macht dick und verursacht Krebs; die Spirale stört ihn auch, weil er sie spürt und sie ihn behindert, usw). So macht er seine Partnerin von sich abhängig, meistens schwängert er sie und bindet sie, zumindest vorläufig, an sich. Aber auch das Thema Geschlechtskrankheiten, Aids, Syphilis wird totgeschwiegen. Es gibt sie aber öfter als es zugegeben wird. Bei Schwangerschaften wäre es erwünscht, entsprechende Tests durchzuführen – was aus Kostengründen aber so gut wie nie gemacht wird. Auch sonst werden Vorsorgeuntersuchungen nur im Notfall gemacht bzw. wenn man es sich leisten kann. Wir kennen Frauen, die bis zur Geburt des Kindes so gut wie nie beim Arzt waren. Manches Mal gab es dann ein behindertes oder ein totgeborenes Kind. Auch z.B. bei Blutgruppenunverträglichkeit kann die Behandlung selten bezahlt werden, denn eine solche Spritze kostet umgerechnet 100 U$. Dagegen steht ein Tageslohn von einem einfachen Arbeiter auf dem Land von etwa 4-5 U$ und in der Stadt von ca. 9 U$.
Eine Mammographie kostet je nach Krankenhaus zwischen 20 und 38 U$, dies leistet Frau sich nicht so einfach. Die Zahl der Brustkrebserkrankungen stieg in den vergangenen Jahren stark an, dies ist manchmal richtig beängstigend. Meistens wird es zu spät entdeckt.
Auch Diabetes und Bluthochdruck kommt in erschreckend vielen Familien, oft schon bei Kindern und Jugendlichen, vor. Die schlechte, einseitige, zuckerreiche Ernährung trägt leider viel dazu bei. Es wird auch zuviel Fett verzehrt. Selbst in armen Familien, wo es höchstens ein- bis zweimal in der Woche ein paar Fleischknochen gibt, werden diese noch in viel Öl angebraten. Mandiok, Mais, Tortillas, empanadas – alles sind Kalorienbomben. Dazu morgens und abends noch den Mate "cocido" mit viel Zucker – perfekt! Es gibt nach und nach auch Ernährungsberatung, light-Produkte (leider mit viel Chemie und oft gar nicht so "light", wie es der Name weismachen möchte), Aufklärung – auch wir arbeiten daran in unseren Aufklärungskursen, Kochkursen mit den Frauen und jungen Mädchen, mit den Schülern/Patenkindern, usw. Aber oft kommt so viel Aberglaube mit der indianischen Kultur und dem paraguayischen Mischlingsvolk zusammen, die es sehr schwer machen. Es heißt dann nur: man macht dieses nicht, man isst dieses und jenes nicht, wenn man Milch dazu trinkt, dieses und jenes macht unfruchtbar oder impotent – oder bewirkt das Gegenteil, man soll kein Medikament nehmen bei Hepatitis, sondern nur natürliche Heilmittel, weil man sonst stirbt, usw. Es gibt keine Erklärungen, sondern nur die Folgerungen aus Erzählungen, Erlebtem und Hinzugedichtetem. Wenn es dann nicht mehr anders geht, wird der Arzt konsultiert, welcher grundsätzlich Antibiotika verschreibt, die man sich dann wiederum nicht leisten kann. Ein Teufelskreis.
Der Familienverbund ist sehr stark. Die paraguayische Familie hält zusammen. Wenn einer Arbeit hat, finanziert er notfalls die ganzen Verwandten mit. Mutter und Vater werden geehrt und im hohen Alter versorgt. Aber auch bei Kindern und Jugendlichen haben die Eltern, besonders die Mutter, einen sehr hohen Stellenwert. Am 15.Mai, dem paraguayischen Muttertag, kommt dies besonders zum Ausdruck. Die Bindung zwischen Mutter und Sohn ist oft sehr intensiv. Wobei Zärtlichkeiten nur im Klein- und Schulkindalter üblich sind. Nachher gilt dann eher das Motto "ein Junge weint nicht". Bei heranwachsenden jungen Männern ist, zumindest auf dem Land und in einfachen Verhältnissen, oft zu sehen, dass sie dann im Widerspruch zu der Anbetung der Mutter diese wiederum gerne als Putzfrau und Köchin herabsetzen. Auch die Schwestern sind dazu da, sie zu "bedienen". Oft wird dieses Verhalten aber von den Eltern und Grosseltern selbst unterstützt bzw. durch die Erziehung vermittelt.
Die Männer dürfen viel mehr als die Frauen, haben ihre Freiheiten, sollen sich vor der Ehe austoben und während der Ehe ist es auch kein Problem. Die Frau wiederum sollte nach außen wie eine Nonne oder Heilige wirken, zuhause im Bett aber wäre schon gewünscht, dass sie sich wie eine Hure benimmt. Dies erlaubt ihr aber meist ihre Erziehung nicht, da Sexualität ein Tabuthema war und immer noch oft ist. Auch die Befriedigung der Frau ist eher Nebensache. Die Kinder beiderlei Geschlechts werden eher verklemmt erzogen, man zeigt sich nicht nackt, nicht einmal im Kleinkindalter. Und das, obwohl fast immer mehrere Generationen unter einem Dach, oft in einem Zimmer, untergebracht sind.
Unter Eheleuten sieht man selten den Austausch von Zärtlichkeiten – oder es ist wie eine Demonstration des Besitzanspruches, oft bei jungen Paaren oder dann bei älteren Männern mit jüngerer Partnerin.
Nochmals zur "Prostitution in der Ehe": Frau lässt sich grundsätzlich viel gefallen, hält einfach still und lässt Gewalt und Unterdrückung über sich ergehen. Oft ist es die Angst vor dem Alleinsein, wegen der Kinder und der damit verbundenen finanziellen Abhängigkeit (sei es auch nur 1 kg Brot oder 1 Liter Milch, welches der Mann heimbringt und die Kinder wieder sattmacht). Die Frauen wurden dazu erzogen, dem Mann zu dienen und nicht zu widersprechen. Dies führt bis zur Vergewaltigung in der Ehe oder Partner(?)schaft durch den eigenen Mann. Oft hört man die Aussage "ich bin nur noch wegen der Kinder bei ihm und halte alles aus" – wenn dann aber die Kinder grösser sind, schafft es die Frau trotzdem selten, den Weg allein weiterzugehen. Die vermeintliche Sicherheit und den Status einer verheirateten Frau gibt die Frau selten auf.
Die körperliche Gewalt gegen Frauen ist ein weiterer Aspekt, durch den ihre Diskriminierung offensichtlich wird. In den letzten zehn Jahren wurden 316 Morde an Frauen gemeldet, 170 davon wurden von Partnern und 22 von ehemaligen Partnern der Opfer begangen. Die Dunkelziffer ist bei Gewalttätigkeiten sehr hoch, da oft aus Angst oder Scham geschwiegen wird, v.a. wenn es "innerhalb der Familie" passiert. Häusliche Gewalt ist in Paraguay leider an der Tagesordnung und wird von Generation zu Generation "weitervererbt". Für die Frauen und Kinder ist es alltäglich, vom Vater oder Familienoberhaupt geschlagen zu werden. Auch für die Mütter ist es oft scheinbar die einzige Möglichkeit, ihre Kinder mit Schlägen zu erziehen, weil ihnen die Worte fehlen. So wird Gewalttätigkeit einfach weitergegeben und bei den Kindern wird auch als Folge oft Gewalttätigkeit beobachtet. Man lernt nicht zu diskutieren oder sich verbal zu wehren, sondern man schlägt zu. Auffallend ist auch, dass gerne Tiere gequält werden, die sich nicht wehren können.
Die sozialen Organisationen fordern inzwischen die Reform der Artikel des Paraguayischen Strafgesetzbuches, die die Gewalt in der Familie und Vergehen gegen die sexuelle Freiheit betreffen, Garantien für den Zugang zur Justiz für weibliche Gewaltopfer, die Durchführung von politischen Maßnahmen und eine Gleichstellungsgesetzgebung, um der Benachteiligung von Frauen entgegenzuwirken.
Obwohl laut Verfassung keinerlei Diskriminierung zwischen männlichen und weiblichen Arbeitskräften zulässig ist, wird dies nicht sichergestellt. Es gibt Privatunternehmen, die Frauen vor der Einstellung einen Schwangerschaftstest machen lassen. Insgesamt ist die Arbeitslosenquote bei Frauen höher als bei den Männern.
81% der paraguayischen Bevölkerung verfügen über keinerlei Gesundheitsvorsorge. Die Anteile an Todesfällen der Mütter bei der Geburt ist eine der höchsten in Lateinamerika. 27% der Kinder werden ausserhalb von Krankenhäusern entbunden. Frauen und Kinder sind von der fehlenden gesundheitspolitischen Initiative des Staates am stärksten betroffenen Bevölkerungsgruppen. Nur 64% der Kinder unter 5 Jahren haben alle vorgeschriebenen Impfungen, 15% davon erhalten später entsprechende Auffrischimpfungen.
Bei der Aufklärung der jungen Menschen muss noch viel getan und verändert werden. Eine Voraussetzung hierfür ist jedoch auch die Bildung und Ausbildung, die sie kritischer und unabhängiger machen soll. Leider überlässt in Paraguay der Staat einen Großteil des Landes seinem Schicksal, was am Fehlen von Krankenhäusern, Bildungsstätten, grundlegenden Versorgungsleistungen wie Trinkwasser und Strom deutlich wird. Schenkungen in Millionenhöhe zur Verbesserung der Gesundheitslage oder für Strassenbau werden anderweitig, z.B. für politische Wahlkampffeldzüge verwendet.
Nachtrag zur Arbeitsmarktsituation: Arbeitslosigkeit und fehlende angemessene Einkommensmöglichkeiten prägen das Bild des Arbeitsmarktes in Paraguay. Die Arbeitnehmerrechte werden von den Arbeitgebern systematisch missachtet, was durch die Angst der Arbeitnehmer um ihren Arbeitsplatz noch verstärkt wird. Da die meisten auch kein Geld für einen Anwalt bei einem evtl. Rechtsstreit haben, können sie sich gegen Ungerechtigkeiten auch nicht wehren. Der staatlich vorgeschriebene Mindestlohn beträgt derzeit knapp 1.200.000 Guaranies, dies sind etwa 175 Euro. Für das Essen einer vierköpfigen Familie werden wenigstens 20.000 Guaranies am Tag ausgegeben, dabei muss man sich aber auf das notwendigste beschränken: Eintopf, Reis, Mandioka, ab und zu mal ein Stück Huhn oder Fleisch, dann sind es aber schon 30.000 Guaranies am Tag nur für die Mahlzeiten. Wenn man auch noch Fahrtkosten hat, um zum Arbeitsplatz zu kommen – was bleibt dann noch für Schule, Kleidung, Hygiene und Gesundheit übrig? Dies bleibt dann meistens auf der Strecke. Paraguay liegt z.B. bei den offiziellen Pro-Kopf-Ausgaben für das Gesundheitswesen an drittletzter Stelle in Lateinamerika, vermutet wird jedoch, dass die tatsächlichen Aufwendungen weniger sind als angegeben, so dass es tatsächlich vielleicht auch an der zweitletzten Stelle steht.
Die Regierungen, die seit 1989 (Ende der Diktatur) die Geschicke des Landes lenkten, haben bewiesen, dass sie an der Situation der armen Bevölkerung nichts ändern möchten. Die in zahlreichen, von den verschiedenen Regierungen unterzeichneten Abkommen zugesicherten Grundbedürfnisse der großen Mehrheit der paraguayischen Bevölkerung bleiben wie zu Zeiten der Diktatur unbefriedigt. Die Mächtigen und Reichen haben kein Interesse, etwas von dem Kuchen abzugeben.
- "Offizielle Zahlen aus den Nachrichten"
- 19% der Kinder in Paraguay gehen nicht zur Schule;
- jedes 4.Kind arbeitet;
- 670.000 Kinder leben in extremer Armut;
- 1.200.000 Kinder leben an der Grenze der Armut;
- 35.000 Kinder sind stark unterernährt;
- 141.000 in Gefahr der Unterernährung;
- 98.000 Kinder sind schon chronisch unterernährt;
- 14% aller Paraguayer sind unterernährt;
- 45.000 schwangere Frauen sind unterernährungsgefährdet;
- 9% aller Kinder kommen mit Untergewicht zur Welt;
- Paraguay hat ca. 5,6 Mio. Einwohner.